Archiv für den Monat: Juni 2017

LineageOS

LineageOS 14.1 auf Samsung Galaxy S2 installieren

Samsung hat das nun schon über 6 Jahre alte Galaxy S2 ursprünglich mal mit Android 2.3 ausgeliefert und bis zur Android Version 4.1.2 unterstützt. Da aber immer wieder mal sicherheitskritische Lücken in Android gefunden werden, ist es nicht ratsam, mit solch einem veralteten Betriebssystem herumzulaufen und sich damit im Internet zu bewegen. Es ist aber möglich, auch auf diesem alten Gerät, die aktuelle Android-Version 7.1.2 zu benutzen. Die Hardware gibt das her. Deswegen hier meine Anleitung, wie man das aktuelle LineageOS 14.1 auf dem Samsung Galaxy S2 installiert.

Vorbereitung

Benötigt wird:

  • ein voll geladenes Galaxy S2 GT-I9100 (wer hätte das gedacht 😉 )
  • ein USB-Kabel
  • ein Windows-Rechner mit Administrator-Rechten
  • Samsung-Kies installiert

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LineageOS

Android 7.1.1 Nougat LineageOS 14.1 auf dem Samsung Galaxy Tab A 7.0 SM-T285

In dieser Anleitung beschreibe ich, wie man auf dem Samsung Galaxy Tab A 7.0 SM-T285 das aktuelle Android 7.1.1 Nougat LineagesOS 14.1 installiert.

Vorbereitung

  1. Windows-Nutzer laden sich Odin herunter – Odin 3.10.7
  2. Linux- und Mac-Nutzer sollten alternativ Heimdall verwenden – Heimdall – aktuelle Version
  3. Falls noch nicht geschehen, müssen die Samsung USB-Treiber auf dem Rechner installiert werden – Samsung-USB-Treiber
  4. Nun noch das alternative Recovery-System TWRP für das SM-T285 – TWRP_3.1.1-0_SM-T285-20170501.zip oder auch TWRP_3.0.2-1_SM-T285_20161124.zip herunterladen. Diese Zip-Datei zuerst entpacken und auf dem Rechner dort deponieren, wo man später mit Odin herankommt.
  5. Damit man Root-Rechte erhält, benötigt man die aktuelle SuperSU von ChainFire, welche auf die SD-Karte kopiert wird.
  6. Das inoffizielle ROM LineageOS 14.1 für das SM-T285 von XDA-Developers herunterladen und auf dem Rechner dort deponieren, wo man später mit Odin herankommt.
  7. Sinnvollerweise besorgt man sich noch das Stock-ROM (für den Fall, das man tatsächlich wieder zum offiziellen Samsung-ROM mit Android 5.1.1 zurück will). (Datei wird dann mittels Odin im Download-Modus auf das Tablet zurück gespeichert – identisch zum Flashen von TWRP wie im nächsten Schritt beschrieben. Nach dem Flashen des Stock ROMs im Recovery-Modus noch wipe/factory reset ausführen.)

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anonymous

Messenger ohne Telefonnummer nutzen

Bei vielen Messengern ist dieser aus Komfort-Gründen mit der Telefonnummer verknüpft. So zum Beispiel bei WhatsApp, Signal oder Telegram. Abgesehen davon, dass man diese Messenger wegen ihrer Zentralisierung meiden sollte (Zensur und Überwachung lässt grüßen), ist das Verknüpfen der Telefonnummer ein weiterer Schritt in die falsche Richtung. Denn über die Telefonnummer ist die dahinter stehende Person noch leichter zu identifizieren.

Es gibt aber die Möglichkeit, solche Messenger, wenn man sie schon einsetzt, ohne die Telefonnummer der SIM-Karte, sondern mit einer völlig anderen zu betreiben.

Man benötigt also eine weitere Telefonnummer. Wo bekommt man diese her? Z.B. kann man sich eine virtuelle Person unter fakenamegenerator.com anlegen (Achtung Werbung! Am besten nur mit ublock Origin besuchen.) Hat man sich dort eine virtuelle Persönlichkeit kreiert, dann hat man nun auch eine neue Telefonnummer.

Nun legt man sich unter https://textfree.us/#/welcome einen neuen Account an und gibt dort die neue Telefonnummer an. Jetzt kann man sich den Messenger auf seinem Telefon installieren und dort die neue Telefonnummer angeben. Der Messenger-Dienst sendet nun eine SMS mit dem Aktivierungscode an die angegebene Nummer. Die kann man unter Textfree.us empfangen und den Aktivierungscode ablesen. Trägt man den Code im Messenger ein, ist dieser damit freigeschaltet. Voilà – das war’s!

Nichtsdestotrotz sollte man besser Messenger verwenden, die OpenSource sind (damit man selbst oder andere in der Lage sind zu überprüfen, ob es Schwachstellen oder Hintertüren darin gibt), die nicht zentralisiert, also föderal sind (damit man nicht an dieser zentralen Stelle den Dienst zensieren, überwachen oder ganz abschalten kann) und die nicht die Telefonnummer als Indentifikationsmerkmal verwenden.

  • ThreemazentralisiertClosed SourceTelefonnummer nur Optional
  • SignalzentralisiertOpen SourceTelefonnummer als Identifikator
  • TelegramzentralisiertClosed SourceTelefonnummer als Identifikator
  • WhatsAppzentralisiertClosed SourceTelefonnummer als Identifikator
  • XMPPföderalje nach Client Open SourceTelefonnummer nicht als Identifikator
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Bei real,- nur noch mit Gesichtsmaske einkaufen gehen!

Glücklicherweise gehört die Handelskette real,- nicht zu den Einkaufsläden, die ich regelmäßig nutze. Deswegen betrifft es mich wohl eher weniger. Aber eine Warnung an alle, die regelmäßig in diesen Läden einkaufen: Ihr werdet getrackt! Es erfolgt eine Gesichtserkennung. Aber es ist alles gut! Laut Einschätzung des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht ist der Einsatz der Gesichtserkennung total „unbedenklich„. Das Handelsblatt (<Sarkasmus>die kennen sich übrigens mit Werbung und Tracking gut aus!</Sarkasmus>) dazu: „Dahinter steht die Idee, Werbung im stationären Handel zu personalisieren – was im Internet längst gang und gäbe ist.“ Also das, was leider im Internet schon lange passiert und wogegen man sich aufwändig mit technischen Mitteln wehren muss, soll zukünftig auch im realen Leben passieren. Welche technischen Mittel stehen mir denn dann da zur Verfügung? Eine Gesichtsmaske werde ich wohl wegen dem in Deutschland bestehenden Vermummungsverbot nicht tragen dürfen!? – Muss ich mit Burka dort einkaufen gehen? Zur Zeit betrifft es nur real,- und die Deutsche Post AG – aber meine Befürchtung ist, dass das mehr oder weniger schnell zur Normalität werden soll – wie eben schon im Internet. Deshalb: Wehret den Anfängen und meidet diese Läden. Damit die Betreiber merken, was die Kunden wollen und was nicht. Das hat damals auch bei Shell und der geplanten Versenkung der Ölbohrplattform Brent Spar funktioniert.

Die Bürgerrechtsorganisation Digitalcourage hat bereits reagiert und Strafanzeige gegen real,- und die Deutsche Post AG eingereicht. Netzpolitik.org berichtet.

Update vom 28.06.2017:

real,- bekommt kalte Füße und rudert zurück. Die Post macht bisher unbeeindruckt weiter.

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Willkommen im Überwachungsstaat

Überwachungsstaat – was ist das? (Zur Wahrung deiner Privatsphäre geht der Link zu YouTube über Hooktube.)

Liebe Bundesregierung! 1984 war nicht als Anleitung gedacht! Der Bundestag hat unter der schwarz-roten Koalition für die Einführung des Staatstrojaners gestimmt. Es geht in großen Schritten einem totalitären System entgegen. Die notwendigen Werkzeuge dafür werden jetzt installiert. So etwas ähnliches gab es auch schon 1933. Wer zukünftig an der Macht ist wissen wir jetzt noch nicht, aber die Werkzeuge zur Überwachung und zum Unterschieben von „Beweisen“ an missliebige Personen sind bereits da. Denn nichts anderes ist mit diesem Trojaner möglich. Und wer behauptet, das sowas bei uns nicht passieren kann, der hat aus der Geschichte nichts gelernt. Schöne neue Welt!

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digitale Welt

wirklich nichts zu verbergen? – Datenleck

Wenn ich mich mit anderen unterhalte und es auf das Thema Datenschutz hinausläuft, dann höre ich oftmals Erwiderungen wie: „Die wissen doch schon alles!“, und „Ich habe nichts zu verbergen – das können die doch wissen.“ Das sie „schon alles wissen“ liegt ja an einem selbst. Wenn man möchte, dann kann man dafür sorgen, dass weniger Daten abfließen. Welche Möglichkeiten bestehen, habe ich in meinem Blog an mehreren Stellen aufgezeigt. Und das man nichts zu verbergen hat, dass möchte ich stark in Zweifel ziehen. Gerade aktuell ist mal wieder in den USA ein riesiges Datenleck aufgetaucht: Heise.de: USA Republikaner stellten Daten aller Wähler online ohne Passwort

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F-Droid-Logo

F-Droid als System-App einrichten

Vom Google Play Store ist man gewöhnt, dass Updates für Apps ohne Zutun des Nutzers installiert werden. Damit das funktioniert, hat der Google Play Store weitreichende Rechte im System. Steigt man auf den alternativen App Store F-Droid um, wie in meinem Beitrag Alternativen für Apps aus dem Google PlayStore empfohlen, dann fehlen F-Droid solche Rechte. Deswegen wird man dort nur informiert, dass es Updates gibt, man muss diese aber selbst installieren.

Besitzt man ein gerootetes Gerät und ein entsprechendes Recovery-System, dann kann man auch F-Droid diese Rechte geben und bekommt anschließend Updates direkt installiert. F-Droid als System-App einrichten weiterlesen

OSM Share Location Plugin

Ab und zu besteht der Wunsch, seinen aktuellen Standort jemand anderem mitzuteilen. Die meisten würden für so etwas wahrscheinlich GoogleMaps oder ähnliches nutzen. Wer mein Blog kennt, wird wissen, dass das für mich keine Option wäre. Dafür gibt es aber eine schöne Alternative – Ein Conversations-Plugin:

OSM Share Location Plugin

Damit kann man unter Conversations seinen Standort mit anderen teilen. Nach der Installation erscheint in Conversations im Menü „Anhänge“ ein neuer Eintrag „Standort senden„.

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