digitale Welt

wirklich nichts zu verbergen? – Datenleck

Wenn ich mich mit anderen unterhalte und es auf das Thema Datenschutz hinausläuft, dann höre ich oftmals Erwiderungen wie: „Die wissen doch schon alles!“, und „Ich habe nichts zu verbergen – das können die doch wissen.“ Das sie „schon alles wissen“ liegt ja an einem selbst. Wenn man möchte, dann kann man dafür sorgen, dass weniger Daten abfließen. Welche Möglichkeiten bestehen, habe ich in meinem Blog an mehreren Stellen aufgezeigt. Und das man nichts zu verbergen hat, dass möchte ich stark in Zweifel ziehen. Gerade aktuell ist mal wieder in den USA ein riesiges Datenleck aufgetaucht: Heise.de: USA Republikaner stellten Daten aller Wähler online ohne Passwort

Dabei sind massenweise persönliche Daten wie Namen, Geburtsdaten, Adressen samt geographischer Koordinaten, Telefonnummern und weitere personenbezogene Angaben von knapp 200 Millionen Amerikanern öffentlich zugänglich geworden. Das zeigt, es passiert immer wieder, dass Datensammlungen zugänglich werden, die eigentlich nicht zugänglich sein sollten. Sobald man seine persönlichen Daten irgendwo „abgeliefert“ hat, dann hat man selbst keinerlei Kontrolle mehr, was damit passiert. Man sollte also vom schlechtesten Fall ausgehen und annehmen, dass JEDER später Zugriff auf diese Daten bekommen wird. Dagegen hilft nur DATENSPARSAMKEIT. Nur die Daten preisgeben, die tatsächlich notwendig sind. Das bedeutet oftmals liebgewonnene Gewohnheiten ändern – aber man kann eben nicht alles haben – mehr Sicherheit UND Komfort sind meist nicht gleichzeitig zu haben.

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