Archiv für den Monat: Januar 2018

Maske

Nichts zu verbergen?

Für alle, die von sich behaupten, nichts zu verbergen zu haben, habe ich hier einen Link zu einem Dokumentarfilm, den man mal gesehen haben sollte (die anderen dürfen sich den Film natürlich auch gern ansehen 🙂 ). Dann wird vielleicht dem einen oder anderen bewusst, welche Informationen man da im täglichen Leben bewusst und noch viel mehr unbewusst preisgibt:

nothingtohide-poster-01-860x484-or8Laufzeit ca. 1,5 Stunden!

mobilsicher-fs8

gute Apps – schlechte Apps – mal ein paar andere Tests als üblich

Im Internet gibt es jede Menge Webseiten, die Apps für mobile Geräte testen und die Ergebnisse dann präsentieren. Meist wird dabei vor allem getestet, wie gut die App das tut, wofür sie (aus Sicht des unbedarften Nutzers) programmiert wurde. Auf mobilsicher.de hingegen, wird getestet, was im Hintergrund passiert. Und die Ergebnisse sind leider viel zu oft katastrophal. Leider interessiert das unsichtbare Funktionieren im Hintergrund den Normalnutzer offenbar wenig, sonst würden die Nutzerzahlen bei vielen Apps nicht so hoch sein.

Jeder, der etwas auf Datenschutz und Privatsphäre bedacht ist, sollte sich beim Installieren von Apps Gedanken machen, was die App genau tut, welche Rechte sie einfordert und wohin sie welche Daten versendet bzw. versenden könnte.

Bekannte Apps, die bei Tests von mobilsicher.de negativ aufgefallen sind, sind unter anderem:

Am besten ihr seht euch selbst mal dort um auf mobilsicher.de.

Im Allgemeinen kann ich sagen, sollte man lieber Apps aus dem App-Store F-Droid benutzen. Diese werden auf problematische Features überprüft und gegebenenfalls verbessert, indem kritische Teile ausgebaut werden. So zum Beispiel die Spiele-App 2048. Die gibt es sowohl als problematische App im Google-Play-Store als auch als bereinigte Version im F-Droid-Store.

Privacy-fs8

Wie ist es um die Privatsphäre beim Besuch einer Webseite bestellt?

Mit jedem Klick im Internet hinterlassen wir Spuren. Welche das sind, und wie viel davon, das wissen die wenigsten. Es kommt natürlich auch ganz auf die Webseite an, auf der man sich gerade befindet. Wer wissen will, wie gut oder schlecht eine Webseite die Daten der Besucher behandelt, der sollte mal die Seite

webbkoll.dataskydd.net

aufrufen. Hier kann man jede Webseite auf ihre „Gesprächigkeit“ hin testen. Ein paar Englischkenntnisse sind allerdings Voraussetzung (oder alternativ auch schwedisch 🙂 )um die Ergebnisse verstehen zu können.

Wer wissen will, wie es um den Datenschutz auf diesem Blog steht, der kann auch gleich hier klicken https://webbkoll.dataskydd.net/en/results?url=ingolfneubert.diskstation.org (und sich das Ausfüllen des Formulars mit „ingolfneubert.diskstation.org“ und klick auf „Check“ ersparen).

noch eine Alternative zu Google

Wie bereits in meinem Beitrag Suchmaschine mit Repsekt vor Privatsphäre beschrieben, sollte jedem Nutzer bewusst werden, welche Daten er an Monopolisten wie Google, Facebook und andere weiterreicht und was diese damit über einen erfahren. Und anschließend sollte man sich bewusst machen, was man mit diesem Wissen über einen selbst alles anstellen kann. Leider scheinen die meisten aber genau das nicht zu tun und bleiben bei ihren alten Gewohnheiten.

Ich habe eine weitere Alternative zur Suchmaschine Google gefunden, deren Suchergebnisse aus meiner Sicht sehr gut sind und die keinerlei Informationen über den Nutzer speichert: Qwant

qwant-banner-fs8Und damit der Durchschnitts-Internet-Anwender versteht, was beispielsweise Google über einen weiß, gibt es sogar ein schönes Werbevideo, das jedem klar machen sollte, warum man eben nicht (mehr) Google zur Suche verwenden sollte:

Wer sich etwas tiefer mit dem Thema Suchmaschine und speziell Qwant beschäftigt, wird bemerken, dass Qwant zu großen Teilen durch den Axel Springer Verlag finanziert wird. Man kann nun nicht gerade behaupten, dass Zeitschriften u. ä. von Axel Springer zu meinen favorisierten Medien gehören, aber das ändert erst einmal nichts daran, dass die Suchergebnisse dieser Suchmaschine gut sind. Und sie muss sich an europäische Datenschutzlinien halten. Nichtsdestotrotz sollte man natürlich wachsam sein und beobachten, wie es hier weiter geht. Warum Axel Springer so viel Geld in Qwant investiert hat, kann man wahrscheinlich am besten verstehen, wenn man diesen offenen Brief von Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender von Axel Springer) an Eric Schmidt (CEO von Google, inzwischen Executive Chairman der Alphabet Inc.), gelesen hat.

Also: Suchmaschine wechseln! Und am besten gleich Google aus den installierten Suchmaschinen entfernen! Wie das geht, ist in meinem Artikel Standard-Suchmaschine ändern beschrieben.