Archiv für den Monat: Januar 2020

Datenwache.de – ein interessanter Blog

Ich habe den Blog datenwache.de gefunden, in dem viel über die Probleme der Veröffentlichung der eigenen Daten und die Möglichkeiten, diese zu schützen eingegangen wird. Allerdings empfehle ich, anders als dort im Blog, für das Anhören der Podcast-Beiträge unter Android nicht die dort empfohlene App Podcast Addict. Diese hat, wie so gut wie alle Apps aus dem Google-Spy-Store das Problem, mit reichlich Trackern versehen zu sein. Also das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen will. Stattdessen empfiehlt sich die App Antenna Pod. Diese ist sowohl im zu meidenden Googe-Spy-Store als auch bei F-Droid erhältlich. Und sie ist – erstaunlicherweise – in beiden Stores trackingfrei!

Wer es überprüfen möchte, hier die Analyse von Podcast Addict

und hier die Analyse von Antenna Pod:

Besucht doch einmal diese Seite und hört euch mal ein paar – oder alle Beiträge an. Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp dabei, der euch noch unbekannt war.

E-Books

Adobe Digital Editions unter Wine installieren

Wenn man sich E-Books kauft oder in der Bibliothek ausleiht, dann bekommt man üblicherweise nur einen Link, der einen dann über Adobe Digital Editions zum Download einer mit DRM (Digitale Rechte Minderung) versehenen epub-Datei führt. Das man diesen Download nur mit Adobe Digital Editions (ADE) ausführen kann und dieses Programm selbstverständlich nicht für Linux zur Verfügung steht, ist schon etwas ärgerlich. Aber es gibt Abhilfe. Man kann mit Hilfe von Wine auch unter Linux Programme laufen lassen, die eigentlich für Windows vorgesehen sind. Wie das im speziellen Fall von Adobe Digital Editions Version 2.0.1 zu machen ist, erkläre ich im Folgenden:

Adobe Digital Editions unter Wine installieren weiterlesen
032 Linux Mint PC

Windows 7 – Supportende am 14.Januar 2020 – Betriebssystemwechsel – aber wohin? Windows 10 oder ein Linux

Gerade im Zusammenhang mit dem Support-Ende von Windows 7 am 14. Januar 2020 frage ich mich, warum es so viele Privatnutzer gibt, die jetzt nicht die Gelegenheit nutzen und statt auf ein geschwätziges Windows 10 umzusteigen, gleich ein datenschutzfreundliches Linux installieren. Eine Umgewöhnung ist in jedem Fall nötig, denn die Unterschiede zwischen Windows 7 und Windows 10 sind ohne Zweifel auch vorhanden.

Was für Gründe sollte es also geben, sich für Windows und gegen Linux zu entscheiden? Nachfolgend mal eine Liste von häufigen Argumenten und einigen von mir hinzugefügten Punkten, die einen Umstieg auf Linux angeblich (oder offensichtlich) behindern bzw. auch Punkte die für einen Umstieg zu Linux sprechen.

  • Linux ist kompliziert
  • Ich kann die Konsole bzw. das Terminal nicht bedienen
  • Programm X gibt es nicht unter Linux
  • Spiele funktionieren nicht unter Linux
  • Fehlende Lobby-Arbeit/Marketing-Budgets für Linux
  • Linux wird weniger von Viren/Malware angegriffen
  • Linux verbraucht weniger Ressourcen als Windows
  • Windows missachtet deine Privatsphäre
  • Linux ist besser an die eigenen Bedürfnisse anpassbar
  • Support für Linux gibt es in vielen Foren

Linux ist kompliziert
Diese Aussage, das Linux kompliziert sei und nur von Computerfreaks benutzt werden könne, mag vor vielen Jahren noch korrekt gewesen sein, heutzutage ist das sicher nicht mehr der Fall.

Installation von Linux
Die Installation von Linux läuft heute genauso einfach wie die einer Windows-Installation.
Im Gegenteil, bei Windows darf man sich nach (oder während) der Installation mit der Eingabe kryptischer (und vorher teuer bezahlter) Lizenzschlüssel herum plagen. Ich habe keine Ahnung, ob es heute noch so ist, aber Windows geht bei der Installation davon aus, dass es allein auf der Festplatte installiert wird, eventuell bereits vorhandene Parallelinstallationen anderer Betriebssysteme werden gerne mal überschrieben.
Im Gegensatz zu Windows kann man Linux oftmals erst mal als Live-DVD (oder Live-USB-Stick) starten und sich erst mal ansehen, wie sich dieses Betriebssystem „anfühlt“.
Eine deutsche Version des aktuellen Linux Mint 19.3 Cinnamon 64Bit gibt es z.B. unter folgendem Link zum Download: http://downloads.sourceforge.net/linuxmintdeutsch/linuxmint-19.3-cinnamon-64bit-de-20191220.iso.
Nach dem Herunterladen brennt man sich diese Datei als sogenanntes Abbild direkt auf einen DVD-Rohling und kann anschließend mit dieser DVD den Rechner starten.
Das installierte Windows auf der Festplatte wird dabei nicht verändert. Findet man Gefallen an dem Linux-System, kann man es direkt aus der Live-DVD heraus auf die Festplatte installieren – oder den Rechner neu starten und wieder Windows von der unveränderten Festplatte booten.
Eine Linux-Installation fragt über einen Installations-Assistenten (wie bei Windows), in welcher Sprache und in welcher Zeitzone der Rechner steht, damit die Spracheinstellungen und die Uhrzeit des Rechners anschließend korrekt sind. Dann läuft die Installation durch und nach einem Neustart hat man ein sauberes Betriebssystem, dass nicht ständig nach Redmond Nachrichten versendet, um Microsoft mit Telemetriedaten zu versorgen (was macht der Nutzer gerade mit seinem Rechner).

Für alle, die es noch nie probiert haben, eine Linux-Live-DVD zu starten, um zu sehen, wie sich Linux „anfühlt“, für die habe ich am Ende des Artikels eine kleine Foto-Serie, auf der man verfolgen kann, wie einfach es ist, die Live-DVD zu starten und wenn man sich für die Installation entscheidet, wie kinderleicht und schnell eine Linux-Installation abläuft.

Anwendungen installieren und aktuell halten
Unter Windows muss man sich um das Zusammensuchen weiterer Anwendungsprogramme selbst kümmern, also zum Beispiel eine Office-Suite kaufen, die Installationsdatei starten und das Programm installieren. Oder man lädt sich ein Programm von einer (dubiosen?) Webseite und muss darauf vertrauen, dass es (nur!) das tut, was auf der Webseite des Anbieters beschrieben wird. Und dann muss man entweder hoffen, dass das Programm eine eigene Update-Funktion hat, die dafür sorgt, dass das Programm aktuell bleibt (und potenzielle Sicherheitslücken geschlossen werden), oder man muss regelmäßig selbst suchen, ob es Updates im Netz gibt und diese herunterladen und installieren. Und zum Deinstallieren muss man hoffen, dass es eine Deinstallationsroutine mitbringt, die auch alles restlos wieder entfernt, wenn man sich für die Deinstallation entscheidet.
Unter Linux gibt es sogenannte Anwendungspakete, die man über einen Anwendungspaketmanager auswählen und installieren kann. Im Prinzip funktioniert das ähnlich wie der App-Store auf Smartphones. Wählt man eine Anwendung zur Installation aus (z.B. Libre Office), dann wird automatisch geprüft, ob es weitere Abhängigkeiten (weitere Programme) gibt, die mit installiert werden müssen, damit das gewünschte Programm funktioniert und gegebenenfalls gleich mit installiert. Und bei der Deinstallation wird auch wieder geprüft, ob es eventuell Programme gibt, die bei der Installation mit installiert wurden und nun nicht mehr verwendet werden.
Die Linux-Installation prüft regelmäßig ob es Updates gibt, und zwar nicht nur für das Betriebssystem selbst, sondern für alle installierten Anwendungen. Falls es solche Updates gibt, werden diese installiert und der sonst so häufige Betriebssystem-Neustart, der unter Windows regelmäßig nervt, ist fast nie notwendig.

Ich kann die Konsole bzw. das Terminal nicht bedienen!
Die Zeiten, in denen es zwingend notwendig war, Konsolenbefehle in Linux eingeben zu müssen sind definitiv vorbei. Linux-Experten werden zwar weiterhin die Konsole benutzen, weil mit ihr viele Dinge (für geübte Nutzer) schneller und einfacher gehen, aber unbedingt notwendig ist das nicht. Genauso wie es unter Windows seit Ewigkeiten ein Konsolenfenster gibt, das man nutzen kann, aber nicht muss.

Programm X gibt es nicht unter Linux
Das war selbst bei mir lange Zeit der Grund, einen kompletten Wechsel von Windows zu Linux nicht für machbar zu halten. Und tatsächlich gibt es sicherlich hier und da tatsächlich Programme, auf die man aus irgendwelchen Gründen angewiesen ist und die unter Linux auch nicht zum Laufen zu bringen sind. Aber die überwiegende Mehrheit der typischen Privat-Windows-Nutzer ist wahrscheinlich nur zu träge, um liebgewonnene Gewohnheiten abzulegen und sich an Neues zu gewöhnen.
Welche Tätigkeiten werden denn typischerweise am privaten Rechner gemacht und welche Programme nutzt der Otto-Normal-Nutzer dafür?

E-Mails lesen/schreiben
Typischerweise kommt unter Windows MicroSoft Outlook zum Einsatz. Eine kostenlose Alternative ist z.B. das Programm Mozilla Thunderbird. Das gibt es sowohl für Windows als auch für Linux.

Im Internet surfen
Unter Windows wird von Laien oft der bereits mitinstallierte Browser Internet Explorer oder dessen Nachfolger Microsoft Edge verwendet. Andere schwören auf den von Google bereitgestellten Browser Chrome, den ich aus Datenschutzgründen nicht empfehlen kann. Und viele verwenden auch den Browser Firefox von der Mozilla Foundation. Daneben gibt es noch jede Menge anderer Browser. Da Firefox am besten durch zusätzliche Programmfunktionen, sogenannte Addons, angepasst werden kann, war dieser Browser für mich schon unter Windows mein hauptsächlich genutztes Programm um im Internet zu surfen. Abgesehen vom Internet Explorer bzw. Microsoft Edge, gibt es die anderen Browser auch für Linux.

Briefe schreiben
Typischerweise kommt unter Windows MicroSoft Office Word zum Einsatz. Wobei die Funktionen dieses Programms von einem typischen Privatnutzer nicht ansatzweise voll genutzt werden. Eine Alternative, die im Funktionsumfang für fast alle Privatnutzer wohl völlig ausreichend ist, ist das Programm Libre Office Writer. Das gibt es sowohl für Windows als auch für Linux.

Berechnungen erstellen
Typischerweise kommt unter Windows MicroSoft Office Excel zum Einsatz. Eine Alternative, die im Funktionsumfang für fast alle Privatnutzer wohl völlig ausreichend ist, ist das Programm Libre Office Calc. Das gibt es sowohl für Windows als auch für Linux.

Überhaupt gibt es als Alternative zum Microsoft Office das freie Pendant Libre Office – sowohl für Windows als auch für Linux.

Fotos und Videos verwalten
Unter Linux kann ich hier z.B. das Programm DigiKam sehr empfehlen. Einmal eingerichtet, sucht es unter festgelegten Ordnerstrukturen regelmäßig nach neu hinzugefügten Fotos/Videos. Diese werden in einer internen Datenbank verwaltet. Das hat den Vorteil, dass man sehr schnell durch die verkleinerten Vorschaubilder scrollen kann, wenn man auf der Suche nach bestimmten Fotos ist. Durch die Möglichkeit Stichwörter zuzuweisen, ist man sehr schnell in der Lage, bestimmte Fotos zu finden.

Fotos nachträglich bearbeiten
Photoshop dürfte vielen Windows-Nutzern ein Begriff sein. Damit kann man Fotos nachträglich bearbeiten. Unter Linux (und auch für Windows) gibt es eine kostenlose Alternative namens Darktable. Die vielfältigen Möglichkeiten die diese Software bietet reichen für private Anwender völlig aus.

Und dann ist da noch das vielen bekannte GIMP, was auch zur Bearbeitung von Fotos und Bildern genutzt werden kann.

Videos schneiden
Unter Windows gibt es hier solche Programme wie Magix, die man für nicht gerade wenig Geld kaufen kann. Und es gibt Adobe Premiere für richtig viel Geld. Damit arbeiten die Profis im kommerziellen Umfeld. Ich nutze derzeit unter Linux die kostenlose Software Kdenlive. Von der Funktionalität reicht es problemlos an das Programm Magix, das ich vor vielen Jahren einmal gekauft hatte. Damit kann man nach kurzer Einarbeitung die üblichen Urlaubsfilmchen schneiden und mit Effekten und Tonspuren versehen. Wer tatsächlich mehr will, kann sich ja mal Davinci ansehen.

Spiele funktionieren nicht unter Linux
Zugegeben, ich bin kein typischer Computerspieler. Es gibt sicherlich Leute, die am Windows-Computer ressourcenfressende 3D-Spiele spielen und deswegen für die Hardware viel Geld ausgeben (für die allerneueste Grafikkarte). Für die kann es sogar zutreffen, dass Linux ungeeignet ist. Allerdings ist auch hier die Zeit nicht stehengeblieben und es gibt inzwischen etliche Spiele dieser Art, die auch unter Linux spielbar sind. Meist benötigt man dafür dann einen Account bei Steam. Windows-Nutzer, die sich für viel Geld dort Spiele gekauft haben, können mit hoher Wahrscheinlichkeit diese Spiele auch unter Linux spielen, ohne noch einmal dafür bezahlen zu müssen. Ich persönlich habe damit aber keine Erfahrung. Mir reichen die Spiele, die in meiner Linux-Distribution mitgeliefert werden völlig aus. Ein Familienmitglied ist z.B. völlig begeistert von MineTest, eine freie und kostenlose Variante von MineCraft.

Fehlende Lobby-Arbeit/Marketing-Budgets für Linux
Woran liegt es also, dass so viele Privatanwender Abstand von Linux halten? Ein Grund könnte sein, dass es niemanden gibt, der groß Werbung macht für das neue Linux XYZ. Multinationale Konzerne wie Microsoft oder auch Apple investieren Milliarden in die Werbung für ihre Produkte. Da blinkt einem auf dem Computerbildschirm oder dem Fernseher groß ein Bild entgegen, dass ankündigt, dass dann und dann dieses und jenes neue Betriebssystem auf den Markt kommen wird und damit alles viel besser und einfacher gehen wird als mit dem Vorgänger. Für Linux schaltet keiner solche Werbung. Weil hinter Linux eben kein multinationaler Großkonzern steht, der Geld mit dem Verkauf von Lizenzen verdient.

Linux wird weniger von Viren/Malware angegriffen
Linux basiert auf dem bereits 1965 begonnen Betriebssystem Unix. Anders als bei Windows wurde hier von Anfang an mit einer Rechteverwaltung gearbeitet. In Windows ist dieses Konzept erst später implementiert worden. Ein Nutzer mit eingeschränkten Rechten darf auf einem Computer eben nur bestimmte Dinge tun. Beispielsweise darf er nur in einem für ihn abgegrenzten Datenbereich schreiben. Programmdateien, die für den Betrieb des Rechners selbst notwendig sind, sind (für den normalen Anwender) schreibgeschützt. Ein Virus oder eine sonstige Malware, die der Nutzer (aus Versehen) aus dem Internet heruntergeladen hat, hat dementsprechend auch nur die Rechte, die der Nutzer hat (denn ihm „gehört“ diese heruntergeladene Datei). Und im Gegensatz zu Windows, bei dem Programme auf .exe, .com, .bat oder .cmd enden und die Ausführbarkeit als Programm eben an dieser Programmendung festgemacht wird, ist es unter Linux notwendig, heruntergeladene Programme erst einmal aktiv „ausführbar“ zu setzen. Neben solchen Unterschieden im Konzept ist natürlich die reine Verbreitung eines Betriebssystem auch ein Faktor, der Einfluss darauf hat, wie viele Schadprogramme es gibt. Und da Windows mit Abstand das am weitesten verbreitete Betriebssystem auf Desktop-Rechnern ist, entscheiden sich die Gauner, die solche Schadprogramme schreiben natürlich für genau das Betriebssystem, bei dem die Wahrscheinlichkeit am größten ist, das irgendein unbedarfter Nutzer sich diese Malware einfangen wird und anschließend vielleicht Lösegeld zahlt oder den Zugang zu seinen Bankkonten preisgibt.

Linux verbraucht weniger Ressourcen als Windows
Unter Windows ist es notwendig, für bestimmte Hardware eigene Treiber zu installieren. Unter Linux sind diese Treiber bereits oftmals im Linux-Kern integriert. Mitunter hat man den Eindruck, dass es eine Absprache zwischen den Hardwareherstellern und Microsoft gibt, denn oftmals läuft ein aktuelles Windows nur mehr schlecht als recht auf älterer Hardware was zur Folge hat, das sich die Leute wegen der neuen Software, die sie haben möchten, weil genügend Werbung gemacht wurde oder der Support ausläuft, auch gleichzeitig neue Hardware anschaffen. Es gibt inzwischen eine unüberschaubare Anzahl an Linux-Distributionen, die alle ihre Daseins-Berechtigung haben. Die eine läuft auf ziemlich alter Hardware, die andere ist durch Rolling-Release-Updates immer auf dem allerneuesten Stand. Welche Linux-Distribution für einen die richtige ist muss jeder mehr oder weniger für sich entscheiden. Eine kleine Entscheidungshilfe ist vielleicht die Webseite Distrochooser.

Windows missachtet deine Privatsphäre
Ich habe mich schon lange Zeit mit dem Gedanken getragen, weg von Windows und hin zu Linux zu wechseln, aber es hat lange gedauert, bis ich im privaten Umfeld vollständig ohne Windows ausgekommen bin. Das lag wie bereits weiter oben erwähnt, vor allem daran, dass ich für einige liebgewonnene Programme keinen adäquaten Ersatz gefunden hatte. Den letztendlichen Ausschlag zum Umstieg gab aber das Wissen, dass mit Windows 10 ein Betriebssystem gekommen wäre, dass mich täglich bei meinen Aktivitäten am Computer belauscht und die gesammelten Informationen an den Betriebssystemhersteller Microsoft versandt hätte. Der hätte diese Informationen dazu benutzt, mir ein besseres Benutzererlebnis zu ermöglichen, wie es so schön in den AGB heißt. Auf deutsch: mich anhand meiner über mich gesammelten Daten mit Werbung vollzuschei…en. Microsoft hat von Google gelernt und schlägt den gleichen Weg ein. Wer wissen will, was da so alles übermittelt wird, der kann ja mal einen Blick auf diese Microsoft-Seite werfen.
Der Sicherheitsexperte Mike Kuketz hat in seinem Artikel Windows 10 – Dem Kontrollverlust entgegenwirken ein paar Tips gegeben, was Anwender tun können, die sich dieses Betriebssystem installiert haben. Aber er kommt auch zu dem Schluss, dass Windows-Nutzer zukünftig (und regelmäßig!) viel Aufwand treiben müssen, um ihre Privatsphäre zu schützen. Und Nutzer, die nicht mit der Kommandozeile, Gruppenrichtlinien und Registry-Einstellungen umgehen können, sind nicht in der Lage, Herr über ihre Privatsphäre zu bleiben. Ein Umstieg auf ein von Haus aus privatsphärefreundliches Linux ist jedenfalls weniger aufwändig.

Linux ist besser an die eigenen Bedürfnisse anpassbar
Viele Linux-Distributionen liefern bereits sehr ausgefeilte Standardinstallationen, so dass der Nutzer sofort damit arbeiten kann und die üblichen Programme bereits vorinstalliert sind. Gleichzeitig sind sie aber in großem Maße anpassbar, so dass man sich auch ein System zurecht bauen kann, dass exakt auf die eigenen individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Unter Windows sind diese Anpassungsmöglichkeiten stark eingeschränkt.

Support für Linux gibt es in vielen Foren
Nutzer, die Angst vor dem Umstieg zu Linux haben, weil sie sich eben nicht mit Linux auskennen sei gesagt, das vor diesem Problem schon viele standen. 🙂 Aber es gibt viele Foren im Internet, in denen freundliche und hilfsbereite Menschen Fragen aller Art beantworten. Microsoft als Hersteller von Windows bietet Support nur gegen Geld an. Die Linux-Foren sind alle kostenlos. .
Link zum deutschen Linux Mint Forum: https://www.linuxmintusers.de/
Link zum deutschen Ubuntu Forum: https://forum.ubuntuusers.de/

Fazit

Aus meiner Sicht gibt es außer Bequemlichkeit und Gewöhnung für die meisten Privatanwender keinen Grund bei Windows zu bleiben. Und für die Einzelfälle, in denen beispielsweise Programme unter Linux auch mit Wine nicht laufen und es keine adäquate Alternative gibt, für die gibt es ja immer noch die Möglichkeit, Windows entweder als virtuelle Maschine (unter Linux zum Beispiel mit dem Programm VirtualBox) oder den ganzen Rechner als Dualboot-Maschine einzurichten und so sowohl Linux als auch Windows auf dem selben Rechner zu benutzen. Ich jedenfalls kann nur allen raten, schaut mal über den Tellerrand hinaus und wagt den Schritt in die Freiheit – es lohnt sich!

Windows 7 – Supportende am 14.Januar 2020 – Betriebssystemwechsel – aber wohin? Windows 10 oder ein Linux weiterlesen