Archiv der Kategorie: Freie Messenger

Blabber.im-Logo

Datenschutzfreundlicher Instant-Messenger für den Durchschnittsnutzer – blabber.im

Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich keinen der allgemein üblichen Messenger – allen voran WhatsApp, aber auch nicht Telegram und Co. verwende. Die Gründe dafür habe ich in mehreren Beiträgen erläutert, deshalb hier nur kurz der Verweis auf zentralisierte Dienste, nicht quelloffene Server und Clients, die Anbindung an eine Telefonnummer und die häufige Nichtverfügbarkeit von Clients für verschiedene Geräte/Betriebssysteme. Deshalb habe ich hier oft den auf Android-Telefonen zum Standard gewordenen XMPP-Messenger Conversations empfohlen. Die Hürde für den Einstieg in die Welt von XMPP ist aber relativ hoch, denn Conversations gibt es im Google-Spy-Store nur gegen Bezahlung. Und der Durchschnittsnutzer, der mal davon gehört hat und es probieren möchte, gibt eben eher selten Geld für etwas aus, von dem er nicht weiß, ob das auf Dauer etwas für ihn ist. Die Alternative war, Conversations ohne Kosten über den freien App-Store F-Droid zu beziehen. Aber F-Droid ist bei vielen Nutzern wenig bekannt und Google versucht auch, dem Durchschnittsnutzer ein schlechtes Gewissen zu machen, indem es ihn „warnt“, dass Apps aus „unbekannten Quellen“ gefährlich sein können (was ja durchaus so ist, aber der Google-Spy-Store ist da nicht besser). Also bricht der Durchschnittsnutzer das Ganze lieber ab und bleibt bei WhatsApp & Co. 🙁

Nun haben sich Stefan Giebel und Christian Schneppe zusammengetan und etwas einheitliches geschaffen:

Blabber.im-Logo

Datenschutzfreundlicher Instant-Messenger für den Durchschnittsnutzer – blabber.im weiterlesen
WhatsApp hinter Gittern

Shelter – Aussperren datenhungriger Apps

Es gibt Apps, die greifen auf euer Adressbuch zu und laden den Inhalt auf fremde Server. Das ist unerfreulich, sowohl für dich selbst, vielmehr aber vielleicht noch für die, die in eurem Adressbuch stehen und gar nicht zugestimmt haben, das deren Nummer zu solchen Servern hochgeladen wird. WhatsApp, Signal oder auch Telegram machen das so. Der Grund (für den bequemen Nutzer) ist, das dem Nutzer abgenommen werden soll, herauszusuchen, wen aus seiner Kontaktliste er über den gerade genutzten Messenger erreichen kann. WhatsApp (und andere Messenger, die die Telefonnummer als Identifikator nutzen) listet diese Kontakte nämlich wie von Geisterhand automatisch auf. Das es daneben noch andere Gründe für den Serverbetreiber geben könnte, diese Kontaktdaten zu erhalten, um z.B. soziale Graphen damit aufzubauen, sollte einem selbst klar sein. Was man aus solchen Daten alles abgreifen kann, ist z.B. unter diesem Link sehr schön zu sehen. Aber es ist halt so bequem.

Es gibt allerdings unter Android seit einiger Zeit die Möglichkeit, solche Apps in ein separates Profil zu sperren, so dass sie keinen Zugriff mehr auf euer persönliches Adressbuch haben. Und es gibt eine App namens Shelter, die solch ein Arbeitsprofil anlegt und die Apps darin verwalten kann.

Shelter – Aussperren datenhungriger Apps weiterlesen
social-media

Zuckerberg plant Zusammenführung von Whatsapp, Instagram und Facebook Messenger

Die New York Times hat in einem Artikel die Pläne von Facebooks Chef Mark Zuckerberg beleuchtet. Für alle, die des englischen nicht mächtig sind, hier die Übersetzung ins deutsche.

Mark Zuckerberg, Geschäftsführer von Facebook, plant die Integration der Messaging-Dienste des sozialen Netzwerks – WhatsApp, Instagram und Facebook Messenger – und bekräftigt seine Kontrolle über die sich ausbreitenden Geschäftsbereiche des Unternehmens zu einer Zeit, in der sein Geschäft von Skandalen heimgesucht wird.

Zuckerberg plant Zusammenführung von Whatsapp, Instagram und Facebook Messenger weiterlesen
Spionage

Wie verseucht ist dein Smartphone?

Ich habe im F-Droid-App-Store ein weiteres Repository (Quelle für Apps) hinzugefügt. Diese Quelle ist https://android.izzysoft.de/repo.

Demnach kann ich nun über die F-Droid-App nicht nur Apps aus dem Standard-F-Droid-Repository laden, sondern eben auch von android.izzysoft.de.

Von diesem Repository habe ich mir dann mal eine Alternative zu Yalp installiert, nämlich die App Aurora, über die man Apps aus dem Google Spystore laden kann, ohne einen Google-Account oder gar die Google-Apps auf dem Smartphone installiert zu haben. Vor dem Download von Apps über Aurora bekommt man allerdings angezeigt, ob die App möglicherweise Tracker beinhaltet und welche Rechte sie bei der Installation einfordern wird. Natürlich war ich neugierig, woher diese Informationen kommen. Dabei bin ich auf die Seite

https://reports.exodus-privacy.eu.org/

gestoßen. Hier kann man also im Browser den Namen einer App eintragen und bekommt als Ergebnis die Anzeige, wieviele (und nach einem weiteren Klick auch welche) Tracker in der jeweiligen App enthalten sind. Wenn man das nun mal für die häufig verwendeten Apps auf seinem Smartphone tut, bekommt der eine oder andere vielleicht tränende Augen und deinstalliert die eine oder andere App.

Hier nur ein paar Beispiele von Apps, die viele auf ihrem Smartphone haben (ich nicht! 😉 ):

2048 2048 Cirulli AccuWaether Angry Birds Bild.de Clever-Tanken.de FAZ Flashlight LED Flashlight GMX Mail Instagram McDonalds Microsoft Outlook für Android Pizza Hut Snapchat Spiegel Online SZ Tagesschau.de Web.de Mail Wetter.com WhatsApp Youtube

Warum es ein Problem ist, wenn einem auf Schritt und Tritt Tracker hinterherspionieren, hat Mike Kuketz in seinem Artikel „Das kranke WWW: Stop using Google Web-Services“ beschrieben.

Das es aber selbst im Google Spystore Apps gibt, die keine Tracker beinhalten, ist schon fast erstaunlich. Allerdings sind diese Apps auch allesamt im F-Droid-Store zu finden. Somit bräuchte man den Google-App-Store nicht:

Na – wer überlegt jetzt, ob er die eine oder andere App wieder deinstalliert? Sicherlich nur die, die verstanden haben, das Tracking eben keine kleine Sache ist, sondern damit Tür und Tor für einen absolut gläsernen Menschen geöffnet wird. Nachdenken! – bei Bedarf fragen! – Handeln! JETZT!

 

Chat

Freie Messenger – Warum? Weshalb? Wieso?

Ich versuche ja seit einiger Zeit, meine Besucher davon zu überzeugen, dass die Nutzung von Messengern wie WhatsApp, Signal, Threema oder auch Telegram hinsichtlich Datenschutz nicht gut ist. Die Gründe dafür habe ich in diversen Artikeln (Conversations – der bessere Ersatz für WhatsApp, Warum ich nicht über WhatsApp erreichbar bin, sichere Kommunikation mit XMPP …) dargelegt. Inzwischen gibt es eine eigene Webseite, die sich mit genau diesem Thema befasst:

https://freie-messenger.de

Hier werden noch einmal von vorn bis hinten die Vor- und Nachteile und die Gründe für eine Nutzung freier Messenger dargelegt. Optisch ist die Seite vielleicht noch etwas ausbaufähig – inhaltlich finde ich sie aber sehr gut.