Schlagwort-Archive: Sicherheit

Zwiebel

Tor Browser für Android

Um anonym im Internet zu surfen, gibt es für herkömmliche Computer schon lange den Tor Browser. Nun ist dieser in einer ersten Alpha-Version auch für Android erhältlich.

Nutzer, die Wert auf ihre Privatsphäre legen, werden den Tor Browser dann wohl nicht über den Google-Spy-Store installieren, sondern stattdessen die APK-Datei direkt von der Homepage des Tor Projects laden.

Über das Guardian-Repository innerhalb von F-Droid ist die gleiche APK-Datei wie von der Homepage des Tor Projektes installierbar. Der Vorteil des Ladens über F-Droid ist, das man über eventuell vorhandene Updates informiert wird.

Das Guardian-Repository wird aktiviert, indem man in F-Droid –>  Optionen –> Paketquellen antippt  und dort den Eintrag für Guardian Project Official Releases aktiviert. Nach einer Aktualisierung der Paketquellen stehen die Apps aus diesem Repository zur Installation bereit.

F-Droid-Optionen

F-Droid Paketquellen

Update 05.12.2018 Seit Version 8.5a5 wird die separate App Orbot nicht mehr benötigt, um mit dem Tor-Browser im Internet zu surfen. Sie ist nun in den Tor-Browser integriert. Allerdings können andere Apps noch nicht das integrierte Orbot nutzen. Will man also auch andere Apps über das Tor-Netz benutzen, benötigt man immer noch die im nächsten Abschnitt erwähnte App Orbot.

Damit Tor auf dem Smartphone funktioniert, ist zusätzlich die App Orbot notwendig, die sozusagen die Verbindung ins Tor Netzwerk herstellt. Auch Orbot gibt es im Google-Spy-Store und bei F-Droid.

Beachtet bitte, dass die Nutzung von Tor allein nicht dafür sorgt, dass man anonym bleibt. So darf man sich zum Beispiel niemals mit einem Nutzer-Account auf Webseiten anmelden, denn durch die Anmeldung ist man natürlich nicht mehr anonym. Am Besten, ihr lest mal den interessanten Artikel Das 3-Browser-Konzept auf Kuketz-Blog.de.

prosody

sichere Kommunikation mit XMPP

Heute habe ich auf meinem XMPP-Server neubert.dedyn.io eine weitere Funktion hinzugefügt, die eine sichere Kommunikation weiter forciert. Mit dem Prosody-Modul mod_e2e_policy kann man einstellen, wie sich der Server hinischtlich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verhalten soll. Bisher war es so, dass ich zwar empfohlen habe, dass man die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung OMEMO aktivieren sollte, jeder Nutzer konnte diesen Hinweis aber in den Wind schießen und trotzdem unverschlüsselt kommunizieren. Seit heute ist das anders. Nun bekommt jeder Nutzer auf neubert.dedyn.io einen Hinweis bei jeder unverschlüsselt gesendeten Nachricht, dass es sicherer sei, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung OMEMO zu aktivieren. Ich gehe davon aus, dass diese Nachrichten so nervig sind, dass man lieber die zwei Klicks in der Oberfläche von Conversations macht und OMEMO aktiviert, als bei jeder weiteren Nachricht wieder genervt zu werden (weitere Details zur Einrichtung von Conversations sind im Beitrag Conversations – der bessere Ersatz für WhatsApp zu finden).

Ich könnte den Server auch so einstellen, dass unverschlüsselte Nachrichten gar nicht mehr versandt werden. Allerdings weiß ich aus anderen Quellen, dass es derzeit noch Probleme mit XMPP-Clients gibt, die unter iOS laufen (beim Namen genannt Chatsecure). Damit diese Nutzer nicht völlig von der Kommunikation ausgeschlossen werden, habe ich die Servereinstellungen derzeit noch nicht so hart eingestellt. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen 😉

emoticon-1611718_640-or8

Sicherheit erhöhen – fail2ban installieren und einrichten

WIr haben in den vorherigen Beiträgen (SSH-Schlüssel einrichten und HTTPS und Authentifizierung) schon einiges getan, um ungebetene Gäste von unserem Raspberry Pi fernzuhalten. Leider gibt es in dem großen Haifischbecken namens Internet immer wieder auch Personen, die offenbar nichts besseres zu tun haben, als aus den unterschiedlichsten Gründen in fremde Computersysteme einzudringen. Sei es, um Informationen zu extrahieren und damit die eigene Webseite zu schmücken oder um den Onlineshop der Konkurrenz nach Preisen abzufragen und damit die eigenen Preise auf dem Laufenden zu halten oder auch einfach nur um zu testen, wie gut oder schlecht ein System abgesichert ist. All diese Dinge werden üblicherweise von sogenannten Bots, also Computerprogrammen, die, einmal programmiert, automatisch auf die Suche gehen und nach Opfern suchen, ausgeführt.

Was wir also brauchen ist ein Werkzeug, das solche ungebetenen Gäste von den gewünschten anhand ihres Verhaltens oder auch ihrer Kennung unterscheiden und aussperren kann. Solch ein Werkzeug gibt es. Es heißt fail2ban. Sicherheit erhöhen – fail2ban installieren und einrichten weiterlesen

Schloss digital

Sicherheit erhöhen – Raspberry Pi mit SSH-Schlüssel absichern

Um den unberechtigten Zugriff auf den Raspberry Pi zu verhindern, habe ich in meinem Beitrag Raspberry Pi – Betriebssystem installieren darauf hingewiesen, das allseits bekannte Passwort raspberry des Nutzers pi zu ändern. Für den Heimgebrauch mag das ausreichend sein. Wer allerdings vor hat, seinen Raspberry Pi ins Internet zu stellen, um ihn auch von „außen“ zu erreichen, sollte etwas mehr Aufwand betreiben.

Bisher haben wir uns im lokalen Netzwerk mittels PuTTY über SSH am Raspberry Pi angemeldet, wurden nach Nutzername und Passwort gefragt und waren nach erfolgreicher Passworteingabe „drin“. Würde man das nun ans Internet hängen, könnte man sicherlich drauf warten, bis die ersten Scriptkiddies automatisiert Login-Versuche starten, um das Passwort zu erraten. Früher oder später werden sie erfolgreich sein. Damit der Zeitpunkt für das Erraten gegen Unendlich tendiert, wäre zum Beispiel folgendes Passwort gut:

Leider kann man sich ein solches Passwort erstens schlecht merken und zweitens wird es schwierig, es ohne Tippfehler einzugeben.

Die Lösung ist, sich mittels eines Schlüsselpaares anzumelden (Asymmetrisches Kryptosystem). Dazu wird auf dem Server (also dem Raspberry Pi) nur der öffentliche Schlüssel (Public Key) abgelegt und auf dem Client (das Gerät, auf dem PuTTY oder ähnliches läuft) der dazu passende private Schlüssel (Private Key) hinterlegt. Was ist also zu tun? Sicherheit erhöhen – Raspberry Pi mit SSH-Schlüssel absichern weiterlesen